Alles scheint perfekt zu sein: im Wohnzimmer der wohlhabenden Birlings hat sich die Unternehmerfamilie eingefunden, um feierlich die Verlobung von Tochter Sheila mit dem reichen Fabrikantensohn Gerald Croft zu begehen. Die Anwesenden sind sich einig: Hand in Hand wollen die Familien nun arbeiten und sich dabei für niedrigere Gehälter und höhere Gewinne einsetzen. Der Wohlstand soll erhöht, das Kapital vermehrt, der Fortschritt beschleunigt werden.
Doch augenblicklich wird die traute Atmosphäre durch das geheimnisvolle Erscheinen eines Polizeiinspektors gestört, dessen Fragen sich nun um den plötzlichen Tod einer jungen Frau ranken. „An dieser Geschichte ist nichts Mysteriöses – oder Skandalöses“, behauptet Mr. Birling, doch wenn er sich da nicht irrt… In spannungsreichen Dialogen nimmt das Verhör seinen Lauf. Äußerst gewandt und mit erbarmungsloser Beharrlichkeit verfolgt der Ermittelnde die Spur nach der Wahrheit: Wer war es? – Whodunit? – Dabei ist die zwiespältige Gestalt des Inspektors vielleicht ebenso geheimnisvoll wie der Fall selbst. Durch geschicktes Taktieren werden nach und nach juristische Fragen zur moralischen Gewissensangelegenheit.